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Chios, Hios
Chios, die fünftgrößte Insel Griechenlands, wurde im Altertum die "Insel der Glückseligen" genannt und gehört zur Inselgruppe der Nordostägäis, liegt zwischen Lesbos und Samos unmittelbar vor dem türkischen Festland, und auf den 858 Quadratkilometern der Insel leben ca. 54.000 Einwohner.An der Küstenlinie der Insel befinden sich einige kleine idyllische Häfen. Vom Reichtum der Insel legen noch heute prachtvolle genuesische Herrenhäuser mit kunstvoll verzierten Zisternen und Schöpfbrunnen Zeugnis. Aus Chios stammen unter anderem große Söhne wie zum Beispiel Homer, Papandreou oder Mikis Theodorakis.
Eine alte Legende erzählt vom Hl. Isidoros, der von den Römern zur Hinrichtung geführt wurde. Seine Tränen, die zu Boden fielen, verwandelten sich in das duftende Mastix. Damit erklärten sich die Chioten das Phänomen, dass ein Baum, der in vielen Gebieten des Mittelmeeres beheimatet ist, nur in Chios das Mastix liefert.
Aber auf Chios gibt es nicht nur Mastixbäume: Da wären zum Beispiel noch die mittelalterlichen, vom Lauf der Zeit unberührten Ortschaften Olympi und Mesta; Pirgi mit seinen ganz besonderen Dekorationen der Häuserwände, die es nur auf Chios gibt; das byzantinische Kloster Nea Moni mit seinen herrlichen Mosaiken; Daskalopetra, den berühmten Felsen Homers...
Chios ist eine waldreiche und bergige Insel, viele der Einwohner, die am Südende der Insel leben, sind hauptsächlich mit der Mastix-Gewinnung beschäftigt. Mastix ist das Haupterzeugnis von Chios.In der Hauptstadt Chios oder Chora, wie sie von den Einheimischen genannt wird, liegt im Osten der Insel, gegenüber der türkischen Küste und wurde an der Stelle erbaut, an der die antike ionische Stadt lag. Von dieser antiken Stadt sind aber nur mehr ganz wenige Reste des Theaters und Spuren der Mauern erhalten geblieben. Im Stadtinneren, findet man:
- das archäologische Museum und die Korais-Bibliothek, mit mehr als 130.000 Bänden eine der größten Bibliotheken Griechenlands
- die Kathedrale "Ajion Viktoron", erbaut nach 1881.
- Das historische Kloster Agios Minas, in dem 1822 ca. 3.000 Bewohner aus der Umgebung abgeschlachtet wurden, die im Kloster Zuflucht suchten.
Foto: shadiworks/Flickr.com
Grafik: www.sommerhitz.at
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